Organisation
HsH  /  Fakultät II /  Organisation /  Fachgebiete/Labore /  Gender MINT /  Veranstaltungen /  2018-05-24 Mehrwert durch Gender & Diversity in Informatik 

Mehrwert durch Gender & Diversity in Informatik

vom 24.05.2018 bis 03.07.2018

Welchen Mehrwert haben Gender und Diversity in Forschung und Lehre der Informatik? Dieser Frage soll in der Vortragsreihe nachgegangen werden. Vier Informatiker*innen geben Einblicke in vielfältige berufliche Tätigkeitsfelder und Gestaltungsmöglichkeiten. Mit ihren individuellen Berufswegen sind sie motivierende weibliche und nichtbinäre Role-Models für Studierende. Mit ihren innovativen Lehr- und Forschungspraxen bieten sie den Lehrenden der Hochschule Hannover, insbesondere aus Informatik und Wirtschaftsinformatik, anschauliche Beispiele für Gender und Diversity in Forschung und Lehre der Informatik.

Detaillierte Informationen

Vortragsreihe

24. Mai 2018 - Claude Draude
07. Juni 2018 - RyLee Hühne
21. Juni 2018 - Corinna Bath
03. Juli 2018 -  Nicola Marsden

jeweils 16:15 - 17:45 Uhr

Flyer zur Veranstaltung

Prof.in Dr. Claude Draude

Informatiksysteme für alle?!

Nutzbare und akzeptable Technikentwicklung durch Einbezug sozialer Vielfalt

Informatik verändert nicht nur die Arbeitswelt, sondern zunehmend alle Lebensbereiche. Sie verändert Produkte und Prozesse der Wissens-, Informations- und Kommunikationsorganisation und wird als maßgebliche Innovationskraft angesehen. Informatik gestaltet mehr als Technik, sie gestaltet Welt. Dies beinhaltet auch, dass sich die Informatik mit Bereichen außerhalb dessen, was als rein technisch verstanden wird, auseinandersetzen muss. Der Einbezug sozialer Aspekte ist jedoch häufig eine Herausforderung in technischen Entwicklungsprozessen. Als einen möglichen Lösungsvorschlag stellt der Vortrag ein Vorgehensmodell für eine vielfältige, inklusive und sozialverantwortliche Informatikforschung und -entwicklung vor.

Claude Draude ist Professorin am Fachbereich Elektrotechnik/Informatik der Universität Kassel und leitet dort das Fachgebiet „Gender/Diversity in Informatiksystemen“ (GeDIS).

Donnerstag, 24. Mai 2018, 16:15 - 17:45 Uhr

 

Prof.*in Dr. RyLee Hühne

Hochschuldiaktische Aspekte zu ‚Mehrwert durch Gender und Diversity in der Informatik‘

Heterogene Erfahrungshintergründe der Studierenden sollten als Bereicherung angenommen und wirksam in die Hochschullehre integriert werden. Dies erfordert jedoch neue, studierenden-zentrierte Lern-/Lehrformen, die zu produktiver studentischer Interaktion in Lerngruppen und im Plenum anregen und den Aspekt der begleiteten Selbststeuerung des studentischen Lernprozesses stärken. In diesem Praxisbericht werden entsprechende Konzepte für Informatik-Lehrveranstaltungen vorgestellt. Sie umfassen auch Best-Practice Beispiele und Erfahrungen, die in den letzten Jahren an der FH Südwestfalen gesammelt wurden.

RyLee Hühne ist Professor*in für Angewandte Informatik an der
Fachhochschule Südwestfalen (Standort Iserlohn).

Donnerstag, 07. Juni 2018, 16:15 - 17:45 Uhr

 

Prof.in Dr. Corinna Bath

Wie lassen sich mit Gender Studies bessere technische Produkte gestalten? Von negativen hin zu gelungenen Beispielen und Methoden

Die Übersetzung differenzierter Theorien und analytischer Erkenntnisse aus den Gender Studies bzw. der Geschlechter-Technik-Forschung in die konkrete Entwicklung von Technologie erfordert Anstrengungen von beiden Seiten. Im Vortrag werden problematische und gelungene Beispiele aus dem Forschungsfeld „Konfigurationen von Mensch, Maschine und Geschlecht“ vorgestellt und die zugrunde liegenden Methoden und Vorgehensweisen erläutert. Dabei werden auch Herausforderungen und Grenzen dieser Form des interdisziplinären Arbeitens diskutiert.

Corinna Bath studierte Mathematik und Informatik und hat die MGM-Professur „Gender, Technik und Mobilität“ an der Technischen Universität Braunschweig und der Ostfalia HAW inne.

Donnerstag, 21. Juni 2018, 16:15 - 17:45 Uhr

 

Prof.in Dr. Nicola Marsden

Geschlechterstereotype in der Entwicklung von Mensch-Technik-Interaktion

Nicola Marsden forscht an der Schnittstelle von Informatik, Gender Studies und Sozialpsychologie dazu, wie IT und die Prozesse der IT-Entwicklung und -Gestaltung für Menschen in all ihrer Diversität zugänglich sein können. Im Vortrag werden die verschiedenen Möglichkeiten, wie Design- und Entwicklungsteams Nutzerinnen und Nutzer in ihre Aktivitäten einbeziehen bzw. diese repräsentieren, beleuchtet. Es wird reflektiert, für wen technische Artefakte entwickelt werden und welche Rolle eine intersektionale Herangehensweise an Mensch-Computer-Interaktion spielen kann. Im Vortrag werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, Nutzerinnen und Nutzer im Gestaltungsprozess sichtbar werden zu lassen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Personas gelegt – eine Methode, in der fiktive Personen geschaffen werden, um die Entwicklerinnen und Entwickler mit den Nutzer_innen in Verbindung zu bringen: Informationen zur Zielgruppe sollen so durch die Verkörperung als konkrete Person plastisch und lebendig erscheinen. Vor dem Hintergrund sozialpsychologischer Erkenntnisse zu Personenwahrnehmung und Gruppenprozessen werden Möglichkeiten und Grenzen des Zugangs zu Nutzerinnen und Nutzern im Gestaltungsprozess dargestellt.

Nicola Marsden ist Professorin für Software Engineering an der Hochschule Heilbronn, leitet das Verbundprojekt GEWINN und ist Conference Chair der Konferenz Gender & IT 2018.

Dienstag*, 03. Juli 2018, 16:15 - 17:45 Uhr
*(Achtung, anderer Wochentag!)


Kontakt

Lisa Marie Bläsing
Bismarckstr. 2
30173 Hannover
Raum: 5E.0.29a

Tel: +49 511 9296 2136
E-Mail: lisa-marie.blaesing[at]hs-hannover.de

Veranstaltungsadresse

Hochschule Hannover
Ricklinger Stadtweg 118
30459 Hannover
Raum: 1H.1.56

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hochschule Hannover
Studierende
Wissenschaftler


Lisa Marie Bläsing 01.06.2018  
 Suchen