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Willkommen im Fachgebiet Umformtechnik

„Umdenken, Umformen"

So ähnlich lautet der Slogan einer Broschüre eines mittelständischen Unternehmens der Schmiedebranche.

Die spanlose Formgebung von Metallwerkstoffen bei hohen Temperaturen ist das älteste und bekannteste Umformverfahren. Längst hat sich diese teilweise handwerkliche Fertigungstechnik zu einer modernen, hoch automatisierten Produktionstechnologie der Massivumformung entwickelt. Vor allem für dynamisch belastete Bauteile wie Turbinen- und Kurbelwellen, Achsen, Räder und Getriebekomponenten bietet die Schmiedetechnik Vorteile gegenüber der Fertigung durch Gießen hinsichtlich Festigkeit und Schweißbarkeit.

Die Fähigkeit von Metallen, sich unter hohen einwirkenden Kräften auch ohne Temperatureintrag bleibend zu verformen, wird bei der so genannten Kaltumformung zur Festigkeitssteigerung von Bauteilen genutzt. So lassen sich z.B. durch Stauchen, Fließpressen und Prägen komplexe, einbaufertige und hochgenaue Komponenten des Maschinen- und Fahrzeugbaus wirtschaftlich herstellen. Auch in der Verarbeitung von Blechen, insbesondere zur Fertigung von Karosserieteilen, sind mit Verfahren der Umformtechnik (Biegen, Tiefziehen) und ergänzenden Arbeitsschritten wie Schneiden, Stanzen oder Lochen gewichts- und belastungsoptimierte Blechteile realisierbar.

Die Lehrveranstaltungen des Fachgebietes Umformtechnik vermitteln das erforderliche Grundwissen über Verfahren und Maschinen dieser Fertigungstechnologie. In ausgewählten, praxisorientierten Laborversuchen  zu den wichtigsten Prüf- und Fertigungsmethoden in der Umformtechnik können die Studierenden die Lehrinhalte der Vorlesung vertiefen und erweitern.

Vielfältige Kontakte zu Industrieunternehmen und Forschungsinstituten im Rahmen von Projekten, Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten im Bereich umformender Fertigungsverfahren und Maschinen sowie fachübergreifender Aufgabenstellungen sichern eine aktuelle und zukunftsgerechte Ingenieursausbildung.




Michael Stein 26.03.2012  
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